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Körnerkissen – Arten, Modelle, Wirkungsweise etc.

Körnerkissen vereinen zahlreiche positive Eigenschaften und eignen sich dadurch für die hilfreiche Behandlung bei unterschiedlichen Erkrankungen. In Abhängigkeit von der Füllung eignen sich die Kissen beispielsweise zum Einsatz für die Kälte– oder Wärmebehandlung. Ihre Anwendung kann Beschwerden wie Muskelschmerzen, Erkältungen oder Verspannungen entgegenwirken.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Körnerkissen?

Körnerkissen mit Hund
Hund mit Wärmekissen entspannt auf einer Liege

Ein Körnerkissen ist ein Heilmittel, welches auf die Wirkung von Naturstoffen setzt. Es kann zur Kälte – oder Wärmetherapie eingesetzt werden. Die Füllung ist dabei unterschiedlich.

Körnerkissen werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Es gibt sie in unterschiedlichen Formen und mit unterschiedlichen Eigenschaften. Je nachdem mit welchem Material die Kissen gefüllt sind, können sie bei vielen unterschiedlichen Erkrankungen zur Therapie benutzt werden. Die optimale Wirkung erzielen die Kissen jedoch erst, wenn sie eine bestimmt Temperatur erreicht haben. Dies trifft auf die Anwendung als Kälte– oder Wärmekissen gleichermaßen zu.

Körnerkissen eignen sich sehr gut zum Einsatz bei einer Wärmebehandlung und zur Verwendung als Kältekompresse bei einer entsprechenden Therapieform, die auf die positive Wirkung von Kälte setzt. Gewaschen werden die Kissen entweder per Hand oder bei 30 Grad in einer Waschmaschine.

Typen, Arten und Formen von Körnerkissen

Körnerkissen gibt es in vielfältigen Variationen. Die Kissen unterscheiden sich vor allem in der Form und in der Größe voneinander.

Ausgefallen Modelle gibt es im Handel als Kuscheltiere, Hausschuhe oder Wärmeschals zu kaufen. So wie die Formen variieren auch die Füllungen der Kissen. Es handelt sich in der Regel um Körner, z.B. von Dinkel, Raps, Roggen oder Hirse. Es gibt sie aber auch als Kirschkernkissen, Traubenkernkissen. Sie nehmen trockene Wärme auf oder trockene Kälte. Damit eignen sich auch diese Kerne optimal als Füllmaterial von Körnerkissen. Die Körner haben eine optimale Speichereigenschaft von Wärme miteinander gemeinsam. Haben sie die gewünschte Temperatur erreicht, geben sie die Wärme gleichmäßig und über einen längeren Zeitraum wieder ab.

Zusammenfassung:

Es gibt:

Wirkungsweise, Funktion und Aufbau von Körnerkissen

Damit Körnerkissen optimal wirken können, müssen sie erst auf eine gewisse Temperatur erhitzt oder auf sie abgekühlt werden.

Die spezielle Wirkung bei Beschwerden und Krankheiten erreicht das Kissen hauptsächlich durch einen individuellen Aufbau in Kombination mit den individuellen Eigenschaften, der als Füllung verwendeten Körner oder Kerne.

Auffällig ist die Unterteilung des Kissens in separate Kammern. Hier spricht man von der sowohl längs als auch quer verlaufenden Steppung. Sie verhindert, dass die Füllung innerhalb des Kissens verrutscht.  Eine weitere Rolle bei der Wirkungsweise spielt die charakteristische Temperaturregelung, die bei verschiedenen Anwendungsgebieten unterschiedlich ausfallen kann.

In der Mikrowelle erreicht man bei 800 Watt nach ca. eineinhalb Minuten die gewünschte Kissentemperatur. Im Ofen dauert das Aufwärmen etwa 10 Minuten bis zu einer Viertelstunde bei 100 Grad. Beim Einsatz zur Kältetherapie wird das Kissen im Kühlschrank oder dem Gefrierfach auf die gewünschte Temperatur abgekühlt. Zusätzlich ist die individuelle Funktionsweise des jeweiligen Kissens immer auch von der Art der Füllung abhängig.

Rapskörner beispielsweise erhalten einen hohen Ölanteil. Diese Eigenschaft erhöht die Kälte – bzw. Wärmeaufnahme der Körner. Sie verfügen über die längste Speicherzeit von Wärme aller Körnerarten. Kirschkerne haben ebenfalls einen hohen Ölanteil, der ihnen eine lange Zeitspanne zum Speichern von Wärme ermöglicht. Dagegen hat Dinkespelz die besonderen Eigenschaften feuchtigkeitsregulierend und atmungsaktiv zu sein. Somit verhindert Dinkel als Füllmaterial einen Wärmestau, da es die Wärme des Körpers optimal aufnehmen kann.

Gesundheitliche und medizinische Vorteile bei der Anwendung von Körnerkissen

Je nach Füllung sind Körnerkissen für unterschiedliche medizinische Anwendungen geeignet. Häufig werden warme Kissen zur Lockerung und Lösung von Verspannungen eingesetzt.

Wichtig ist hierbei, dass Kissenform und Körperpartie gut zueinander passen. Auch Menstruationsstörungen und Erkältungsbeschwerden lassen sich mit warmen Körnerkissen lindern. Bei der Behandlung von Muskelschmerzen setzt man wahlweise auf kalte oder auf warme Kissen als Therapiemittel. Bei Prellungen oder Stauchungen dagegen wird immer ein kühles Kissen verwendet.

Ein zusätzlicher medizinischer Nutzen von Körnerkissen basiert auf der Linderung von Augendruck als Kältetherapie. Die eigens hierfür angefertigten Kissen in Brillenform verschaffen den betroffen Augen Linderung. Bei Beschwerden bei Säuglingen oder Kleinkindern hat sich der Einsatz von Kissen, die mit Rapskörnern gefüllt sind, als Wärmflasche bewährt.

Dinkelkissen werden hingegen oft bei Allergien verwendet. Kirschkernkissen dagegen erfahren ihre Verwendung auch bei der Therapie von behinderten Menschen. Sie werden unter anderem in der Ergotherapie benutzt, wenn es darum geht die Motorik der Finger, beispielsweise durch Greifübungen, zu stärken.

Eine gute Alternative dazu stellt eine Heizdecke dar.

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